brand!NEWS #6 – Augmented Reality: Die wichtigsten Strategien

Drei Strategien, um mit Augmented Reality Mehrwert zu schaffen

Kantar Added Value Brand News!Pokémon Go war international der Icebreaker. Mit dem Durchbruch dieses Augmented Reality Games wurde eine unumkehrbare Bewegung in Gang gesetzt. Augmented Reality (AR) nimmt immer weiter Fahrt auf. Marken sollten diese Entwicklung nutzen. Zukünftig können Produkte, Services und Informationen in die reale Welt projiziert werden. Sie erscheinen dort als körperloses Abbild ihrer selbst, als zusätzliche Information oder als Einladung zur Interaktion. Marken können AR dabei nutzen, um Mehrwert-Erlebnisse zu schaffen, die für die Menschen relevant sind. Wir haben drei Normstrategien für den Umgang mit Augmented Reality identifiziert. In der Regel wird keine der Strategien allein eingesetzt. Viele AR-Konzepte nutzen mehrere Strategien gleichzeitig. Hier ist eine knappe Beschreibung der drei Normstrategien.

AI liefert Hintergrundinformationen ganz nebenbei:

Das sogenannte Augmented Information (AI) macht Informationen kontextuell zugängig. Das kann sowohl auditiv als auch visuell geschehen. Ein Beispiel für die Anwendung von Auditive Augmented Information in Reinform liefern beispielsweise die Buds Kopfhörer von Google Pixel, die 50 Sprachen „live“ übersetzen. Eine weitere Anwendung findet sich z.B. im British Museum in London. Neben virtuellen Exponaten blendet das British Museum häufig ausführliche Hintergrundinformationen zu Exponaten ein. Bei AI-Ansätzen geht es somit darum, Mehrwertinformation leicht verdaulich im relevanten Kontext verfügbar zu machen. Der Informationsfluss geht dabei in Richtung des Nutzers. Der Nutzer ist passiv und erhält die Informationen dabei im Idealfall ohne sein Zutun automatisch im richtigen Moment zugespielt. Augmented Information Ansätze sind umso erfolgreicher, je besser sie den erlebten Kontext mit relevanten Information anreichern.

APS liefert multisensorische Produkterlebnisse

Augmented Products & Services sind die günstige Abkürzung zum Produkt- & Serviceerlebnis. Nike macht vor wie es geht. Nike ermöglicht es mit einer AR Funktion, personalisierte Schuhe zu projizieren. Das Produkt wird damit intensiver erlebt. Der potentielle Kunde muss nicht mehr überlegen „gefällt mir das jetzt wirklich?“. Farbe, Größe und sogar Form und Musterung des Schuhes können somit perfekt mit dem eigene Style abgeglichen werden. Ein nicht zu unterschätzender Mehrwert. Der Nutzer bekommt mehr als eine rein abstrakte Vorstellung der Markenleistung. Er sieht die Markenleistung dabei vor sich, als wäre sie schon erbracht. Das schafft Sicherheit und stärkt das emotionale Commitment gegenüber der Marke. In dieser Strategie geht es darum, Produkt und Service so realistisch wie möglich abzubilden, die konkrete Markenleistung schon vor dem Kaufabschluss, wenn möglich multisensorisch, erlebbar zu machen.

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Mit Augmented Interaction können menschliche Beziehung nachgestellt werden

Augmented Interaction simuliert soziale Interaktion. Das AR Spiel Pokémon Go ist ein Beispiel, das sich auch in Deutschland durchsetzen konnte. In Südkorea und Japan erfreuen sich mittlerweile künstliche, beste Freunde oder Geliebte größter Beliebtheit. In Verbindung mit einer künstlichen Intelligenz (AI) simulieren sie dabei menschliche Zuwendung. Sie interagieren, stellen Fragen und überraschen mit immer neuen Features. Durch AR Technologien können sie sich nun auch im selben Raum aufhalten wie ihr Nutzer. Der Gatebox Home Assistent „Waifu“ ist das prominenteste Beispiel hierfür. Sie stellen sich am besten Siri oder Alexa mit einem AR Körper vor. Anderes als bei Chatbots bekommt die künstliche Intelligenz einen Körper mit unverwechselbarer Körpersprache und signature Gesten, ein Gesicht mit einer unverwechselbaren Mimik bis hin zu einem Outfit, das sich konfigurieren lässt.

Aber es geht noch weiter. Wie Siri, Cortana oder Alexa kann auch Waifu mit anderen Devices verlinkt werden. So wird sie zum ultimativen humanoiden AR Helferlein mit künstlicher Intelligenz. Künstliche Intelligenz entrückt mittels AR aus der Cloud und wird (virtueller) Teil unserer Welt. Dass dadurch Nutzungsbarrieren abgebaut werden ist klar. Und klar ist auch: zukünftig werden viele Marken humanoide, intelligente AR Assistenten mi AI anbieten.

Fakt ist, dass die gegenwärtigen Technologien noch Kinderkrankheiten aufweisen z.B. ruckelnde Grafik, grafische Ungenauigkeiten oder AR „Gegenstände“ die reale Gegenstände überlagern. Genauso Fakt ist aber: Die Kinderkrankheiten werden vergehen. Spätestens dann wird sicherlich vieles was im Moment real ist, durch AR ersetzt werden.

 

Kantar Added Value ist die Marketingberatung von Kantar in Deutschland und Experte für strategische Markenführung. Unser Antrieb ist es, Marken in die Zukunft zu führen. Mehr darüber, wie die Digitalisierung multisensorische Erlebnisse möglich macht, lesen Sie hier:
https://kantaraddedvalue.de/brandnews-6-digitales-marketing-2-0-multisensorische-erlebnisse/